Erneuerung einer Zugsicherungsanalage (elektronisches Stellwerk) unter Betrieb, einschließlich sämtlicher Komponenten, Sicherheitsstufe SIL4 (EN50129…

Das Straßenbahnnetz der Bochum – Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) umfasst sowohl oberirdische als auch unterirdische Streckenbereiche. Teile des Streckennetzes sind zurzeit mit Zugsicherungstechnik in Form elektrischer Spurplan-Drucktastenstellwerke der Bauform SpDrS-U und elektronischer Stellwerke der Bauformen SICAS 3216, SICAS ECC und SIMIS C ausgerüstet. Um die Anforderungen eines modernen und flexiblen Stadtbahnbetriebes zu gewährleisten, soll im Rahmen dieses Vorhabens, das vorhandene elektronische Stellwerk (BwR), Typ SIMIS-C erneuert werden. Gegenstand dieser Beschaffung ist daher die Erneuerung einer bestehenden Zugsicherungsanlage (Stellwerk), wobei zu einem Stellwerk jeweils grundsätzlich sämtliche Komponenten der Innenanlage (z.B. Steuerung, Stromversorgung, Bedienplätze örtlich und zentral) und der Außenanlage (z.B. Signale, Weichen, Gleisfreimeldung, Zugbeeinflussung) gehören. Weiterhin zählt hierzu die Erweiterung und der Ausbau des vorhandenen Zuglenksystems. Die neuen Anlagen sollen zukunftsfähig dem aktuellen gültigen Stand der Technik entsprechen. Grundregeln: Neben der BOStrab (u.a. §22 BOStrab) sind auf diese Anwendung bezogene DIN und EN zu berücksichtigen. Weitere Beachtung erfordern Richtlinien und Vorschriften die auf den Geltungsbereich wirken, so z.B. VDV- Richtlinien, Richtlinien des EBA, VDE- Vorschriften, UVV der Berufsgenossenschaften sowie betriebsbezogene (Dienst-)Anweisungen, Verordnungen und Anweisungen. Gültigkeit besitzen jeweils die aktuellen Fassungen, ggf. deren Nachfolger mit europaweiter Gültigkeit. Darüber hinaus muss die Technik als Gesamtanlage der Sicherheitsstufe SIL 4 gemäß EN50129 entsprechen, von mindestens einer bundesdeutschen Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) zugelassen sein, der Sicherheitsnachweis geführt und geprüft sein und mindestens eine Anlage des gleichen Typs muss sich mit Sicherheitsverantwortung bei einem nationalen Verkehrsunternehmen in Betrieb befinden; die Nachweisführung ist im Rahmen der Angebotsstellung notwendig. Die Qualitätssicherung hat nach DIN EN ISO 9001 zu erfolgen. Technische Rahmenbedingungen: Das zu liefernde Stellwerk ist in das beim AG vorhandene Leit- und Sicherungssystem in geeigneter Weise einzubinden. Die Rahmenbedingungen für die technische Ausführung sind durch den AN zu ermitteln. Gegebenenfalls sind Einzelheiten zu den vorhandenen Anlagen bei den jeweiligen Herstellern zu erfragen. RSTW Mut (Siemens Industry, Mobility Division) ESTW Bhu / Bho (Siemens Industry, Mobility Division) Magnetische Fahrsperre (Siemens Industry, Mobility Division) Bedienplatzsystem Leitstelle (Siemens Industry, Mobility Division) Zuglenksystem (T-Systems) Elektronisches Stellwerk BwR: Das Stellwerk ist als elektronisches Stellwerk in Rechnertechnik auszuführen. Es muss signaltechnisch sicher und hochverfügbar arbeiten. Die Funktionalität und Ausstattung des Stellwerkes muss der gültigen Betriebs- und Signalordnung des AG entsprechen. Die wichtigsten Merkmale sind: — punktförmige signalabhängige Zugbeeinflussung, — punktförmige, ggf. signalabhängige, Geschwindigkeitsüberwachung, — Regelbetrieb durch Zuglenkrechner gesteuert und — Manuelle Bedienung örtlich durch Ortsbedienplatz und zentral mit dem vorhandenen Fernsteuersystem. — Selbststellbetrieb auf ESTW-Ebene — Signalhochlauf Zu dem Liefer- und Leistungsumfang gehört die gesamte Innen- und Außenanlage einschließlich deren Verkabelung sowie die Anpassung in die vorhandenen zugsicherungstechnischen Räume (Rechner-, Batterie-, Stromversorgungs und Stellwerksbedienräume) in den jeweiligen Gebäuden. Ferner sind die Räumlichkeiten im notwendigen Umfang für die Nutzung als Betriebsanlagenraum herzurichten. Die Räumlichkeiten sind aus den beim AG vorliegenden Plänen zu entnehmen. Als Betriebssysteme in den einzelnen Rechneranwendungen dürfen nur Systeme eingesetzt werden, die von dem jeweiligen Anbieter mittelfristig nicht abgekündigt werden. Zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe darf daher auch keine Abkündigungsvorwarnung vorliegen. Fahrstraßen: Fahrstraßen umfassen sämtliche im Fahrweg liegenden und zu sichernden Elemente inklusive des Schutzweges / Durchrutschweges. Fahrstraßen müssen zusätzlich zur manuellen Einstellmöglichkeit über eine Selbststellautomatik auf ESTW-Ebene verfügen. Gleichzeitig müssen diese durch die vorhandene Zuglenkeinrichtung bedienbar sein. Die Fahrstraßeneinstellung muss ein „Überdrücken“ zulassen. Dies bedeutet, dass mit einer einfachen Fahrstraßeneinstellung die Fahrstraße(n) von Bahnhofsausfahrsignal zum nächsten Bahnhofsausfahrsignal gestellt werden können. Schnittstelle LSA: Das jetzige Stellwerk BwR verfügt über eine Schnittstelle zu LSA-Anlagen. Diese Schnittstelle muss im neuen Stellwerk pinkompatibel abgebildet werden. Es muss die gleiche Funktionalität erreicht werden so, dass keine Änderungen in der LSA-Steuerung notwendig werden. Inbetriebnahme: Die anschließende Inbetriebsetzung des neuen Stellwerkes mit Integrationstest erfolgt abschnittsweise mit einem überlappendem Bereich zwischen neuem ESTW und altem ESTW unter Betrieb.
CPV-Code: 45234181
Abgabefrist: 19.05.2016
Typ: Contract notice
Status: Submission for all lots
Aufgabe: Urban railway / light rail, metro, tramway, trolleybus or bus services
Vergabestelle:
name: Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG
address: Universitätsstraße 58
postal_code: 44789
city: Bochum - DE
country: DE
email: None
phone: +49 2343032347
contact_point:
idate: 28. Juni 2020 13:45
udate: 28. Juni 2020 13:45
doc: 137895_2016.xml
authority_types:
activities:
Quelle: http://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:137895-2016:TEXT:DE:HTML
Unterlagen: None
Zuschlagskriterium: The most economic tender
Vertrag: Works
Prozedur: Negotiated procedure
Nuts: DEA51
Veröffentlichung: 20.04.2016
Erfüllungsort: Bochum - DE
Link:
Lose:
Name Los Nr 1 Germany__Bochum__Bau von Schienenschaltzentralen
Gewinner None
Datum
Wert None
Anzahl Angebote None