Nichtoffener städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb Schönefeld-Nord mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren

Die brandenburgische Gemeinde Schönefeld im Landkreis Dahme-Spreewald grenzt unmittelbar im Südosten an die Bundeshauptstadt Berlin an und ist als Standort des gleichnamigen Flughafens bekannt, nun abgelöst durch den Flughafen BER. Aufgrund der besonderen Lage der Gemeinde in der südöstlichen Entwicklungsachse, die sich vom Stadtzentrum Berlins über Adlershof und den BER bis in die Lausitzregion erstreckt, erfährt die Gemeinde seit Jahren einen enormen Entwicklungsdruck, der sowohl den Wohnungsbau als auch die gewerbliche Entwicklung erfasst. Mit dem zweiphasigen Wettbewerbsverfahren strebt die Gemeinde Schönefeld nun eine Neuorientierung in der baulich-räumlichen Entwicklung des Ortsteils Schönefeld bei Schaffung eines attraktiven Wohnstandorts mit neuem Zentrum für etwa 8.000 bis 10.000 Bewohnerinnen und Bewohner an. Das Wettbewerbsgebiet von rd. 150 ha umfasst daher umfangreiche Flächen zwischen dem S- und Regionalbahnhof Schönefeld/ Flughafen BER Terminal 5 im Süden, der Gemeinde- und Landesgrenze im Norden, der BAB A 113 im Osten sowie der Rudower Straße im Westen. Gesucht wird ein zeitgemäßes, nachhaltiges städtebauliches und freiraumplanerisches Konzept für die künftige Entwicklung des Ortsteils Schönefeld, das den heutigen und zukünftigen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Klimaschutz/ Klimaanpassung, emissionsarmen Mobilitätskonzepten und zukunftsweisendem Städtebau des 21. Jahrhunderts entsprechen kann. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein innovatives Konzept für die künftige Siedlungsentwicklung im Ortsteil Schönefeld zu ermitteln, das sich durch hohe städtebauliche und freiraumplanerische Qualität auszeichnet. Es soll ein lebendiger und vielfältiger Ortsteil entstehen, der verschiedene Quartiere mit ihrer jeweiligen Lagegunst und spezifischer baulich-räumlicher Ausprägung in sich eint. Mit dem Schwerpunkt Wohnungsbau sind ein breites Wohnungsangebot und eine bautypologische Vielfalt anzustreben. Außerdem sind ergänzende Nutzungen im Sinne eines lebendigen und tragfähigen Ortsteils im Sinne der Zentrumsfunktion zu planen. Dies betrifft zum einen die erforderlichen Einrichtungen der sozialen Infrastruktur aber auch gewerbliche Nutzungen, die der Nahversorgung dienen und wohnortnahe Arbeitsplätze anbieten. Insgesamt soll der Ortsteil, der sich durch die Entwicklung der Wettbewerbsflächen enorm vergrößert, nicht nur selbst tragfähig werden, sondern auch für die anderen Ortsteile übergeordnete Aufgaben übernehmen. Einige Faktoren sind wettbewerbsseitig besonders zu berücksichtigen, wie z. B. Freiraumstrukturen im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die perspektivische Verlängerung der U-Bahnlinie U7 Richtung BER sowie eine Planstraße, die zur Erschließung des zukünftigen Gymnasiums und der Umverlegung einer Hochspannungsleitung dient, die das Gebiet derzeit noch durchzieht. Der Wettbewerb wird als nicht-offener, städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb mit vorgeschaltetem, EU-weitem Bewerbungsverfahren im zweiphasigen Verfahren gemäß § 3 der Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) i.V.m. der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) 2016 durchgeführt. Es wird angestrebt, im vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren 30 interdisziplinäre Teams für die 1. Phase per Los auszuwählen. In der 1. Phase des Verfahrens werden die teilnehmenden Teams nach Beurteilung ihrer Entwürfe durch ein unabhängiges Preisgericht für die 2. Phase ausgewählt. Für die 2. Phase des Wettbewerbs wird eine Zahl von 10 Teams angestrebt. Das Preisgericht wird die Arbeiten der zweiten Phase anhand fachlicher Kriterien mit dem Ziel beurteilen, eine engere Wahl zu bilden und einen Entwurf zu prämieren. Die Brandenburgische Architektenkammer wirkt entsprechend den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) vor, während und gegebenenfalls nach dem Wettbewerb beratend mit. Die Registrierung des Wettbewerbsverfahrens gemäß der RPW 2013 durch die Brandenburgischen Architektenkammer wird bis zur Auslobung vorliegen Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym.
CPV-Code: 71240000
Abgabefrist: 07.01.2022
Typ: Design contest
Status: Not applicable
Aufgabe: General public services
Vergabestelle:
name: Gemeinde Schönefeld
address: Hans-Grade-Allee 11
postal_code: 12529
city: Schönefeld - DE
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idate: 26. November 2021 19:44
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Quelle: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:606270-2021:TEXT:DE:HTML
Unterlagen: https://vergabemarktplatz.brandenburg.de/VMPSatellite/notice/CXP9YDXRZBG/documents
Zuschlagskriterium: Other
Vertrag: Services
Prozedur: Restricted procedure
Nuts: None
Veröffentlichung: 26.11.2021
Erfüllungsort: Schönefeld -
Link:
Lose:
Name Los Nr 1 Germany__Schönefeld__Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
Gewinner None
Datum
Wert None
Anzahl Angebote None